MV Koala

30. April 2009

Koala

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Das Beuteltier als australisches Wahrzeichen

Der Phascolarctos cenereus, besser bekannt als Koala, stand mit seinen großen plüschigen Ohren und dem silbrig glänzenden Fell Pate für den Teddybären.
Das als ein Wahrzeichen Australiens bekannte Tier zählt, obwohl es im Volksmund auch “Beutelbär” genannt wird, nicht zur Familie der Bären, sondern der Beuteltiere. Die Weibchen behalten ihre geschlüpften Jungen, bis zu 6 bis 7 Monaten in ihrer warmen geschützten Bauchtasche. Ausgewachsen erreichen Koalas eine Körpergröße von etwa 60 bis 85 cm und wiegen bis zu 14 kg.

Verbreitung und Ernährung

Vor der europäischen Besiedlung Australiens waren sie in einigen Regionen des Kontinents weit verbreitet. Wegen ihrer begehrten Felle wurden sie jedoch zahlreich ausgerottet und bis heute wieder mühsam in einigen Reservaten angesiedelt.
Koalas, die außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger leben, aber sich stets nur in der weiteren Umgebung ihrer Artgenossen wohlfühlen, ernähren sich ganz überwiegend von Eukalyptusblättern und Rinden des Eukalyptusbaumes, nur wenige andere Pflanzenarten dienen ihnen im Notfall als Nahrungsmittel. Ein ausgewachsenes Tier braucht am Tag zwischen 200 und 400 Gramm Blätter, die es in einem langwierigen Ritual sorgfältig aussucht. Denn auch die Tiere sind gegen in Eukalyptus enthaltene Giftstoffe in höherer Konzentration nicht immun. Daher suchen sie gezielt nach älteren Blättern, in denen die Konzentration unverdaulicher Stoffe schon nachgelassen hat.

Lebensweise und Gewohnheiten

Koalas sind nachtaktive Baumbewohner, die nur selten ihre angestammten Plätze verlassen, um sich in auf dem Boden lauernde Gefahren zu begeben. Mit ihren ausgeprägten Greifkrallen können sie sich nicht nur an Ästen festalten, sondern sogar auch an Baumrinden hochhangeln, wobei ihr kleiner muskulös gedrungener Körper mit langen Gliedmaße ihnen optimale Kletterfähigkeiten verleiht. Sie benötigen kaum Trinkwasser, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf überwiegend aus den Eukalyptusblättern und daneben aus Tautropfen decken. Nur während andauernder Trockenheit kann man sie ausnahmsweise an Wasserstellen beobachten.

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